Microsoft vollzieht den endgültigen Abschied von seinem eigenen PDF-Betrachter und setzt stattdessen vollständig auf eine Kooperation mit Adobe. Während die Adobe-Integration bei Privatkunden und nicht verwalteten Geräten bereits seit Jahren Standard ist, können Unternehmen noch bis zur Version 156 die alte Microsoft-Lösung nutzen. Ab Version 157 wird die entsprechende Richtlinie NewPDFReaderEnabled jedoch wirkungslos, womit der Übergang für alle Nutzer abgeschlossen ist.
Im Rahmen dieser Partnerschaft plant Microsoft umfangreiche Erweiterungen für die PDF-Bearbeitung in Edge, die ohne kostenpflichtiges Adobe Acrobat auskommen. Nutzer werden PDF-Dateien organisieren, Seiten neu anordnen sowie Dateien extrahieren, löschen oder drehen können. Zudem wird es möglich sein, geöffnete PDFs mit anderen Dokumenten aus Edge-Tabs oder dem lokalen Speicher zu einer einzigen Datei zusammenzuführen. Die Verarbeitung erfolgt lokal auf dem Gerät, sodass die Originaldateien unverändert bleiben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf einem neuen Notizenbereich, der die Verwaltung von Anmerkungen optimieren soll. Dieser Bereich listet Hervorhebungen, Textnotizen, handschriftliche Einträge und Kommentare pro Seite auf, um den schnellen Zugriff zu erleichtern. Nutzer können Anmerkungen durchsuchen, filtern und direkt aus der Notizenansicht heraus bearbeiten oder löschen. Diese Funktionalität wird sowohl für Windows- als auch für macOS-Geräte zur Verfügung stehen.
Die Implementierung dieser neuen Funktionen ist laut der aktuellen Roadmap für die Version 160 von Microsoft Edge vorgesehen. Ein Vorabtest der Neuerungen hat bereits begonnen, wobei die offizielle Einführung für Januar 2027 geplant ist. Administratoren können die Funktion zum Organisieren und Zusammenführen über die Richtlinie PdfOrganizeAndMergeEnabled steuern. Microsoft weist jedoch darauf hin, dass die Terminangaben in der Roadmap nicht verbindlich sind und sich noch ändern können.



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