Ein Gericht in Kairo hat die Schließung der unabhängigen Nachrichtenseite „Mada Masr“ angeordnet. Damit muss eine der letzten kritischen Zeitungen in Ägypten ihren Betrieb vollständig einstellen und darf nicht mehr publizieren. Die Webseite war bereits zuvor innerhalb Ägyptens blockiert worden.
Die Chefredakteurin des Mediums, Attalah, wurde im Zuge des Verfahrens zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Zudem befindet sie sich derzeit in Polizei-Gewahrsam. Grund für die rechtlichen Schritte war laut Gericht die Führung einer nicht registrierten Internetseite.
Die Nichtregierungsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ reagierte mit scharfer Kritik auf das Urteil und sprach von einer „ungeheuerlichen Entscheidung“. Die Organisation betont, dass die Medienfreiheit in dem Land stark eingeschränkt sei.
Die prekäre Lage der Presse in Ägypten spiegelt sich in internationalen Rankings wider. Gemäß den Daten von „Reporter ohne Grenzen“ belegt das Land derzeit Platz 169 von insgesamt 180 Staaten im Bereich der Medienfreiheit.




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