BARCELONA, Spanien, 16. September 2026 /PRNewswire/ -- HOWS Barcelona – Housing World Summit, der neue internationale Kongress zum Thema städtischer und bezahlbarer Wohnraum, findet vom 3. bis 5. November im Gran Via-Veranstaltungszentrum im Rahmen des Smart City Expo World Congress statt. Der Gipfel, der die internationale Debatte über das Thema Wohnen – eine der drängendsten Herausforderungen, vor denen Städte heute stehen – anführen soll, wird vom Stadtrat von Barcelona gefördert und von der Fira de Barcelona organisiert. Die Veranstaltung umfasst ein dreitägiges Programm mit 20 Vorträgen und über 100 Referenten.
Die HOWS Barcelona wird alle Akteure zusammenbringen, die in der Lage sind, den Wohnungssektor sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zu verändern, darunter Städte, Wohnungsanbieter, Fachleute aus dem Stadtentwicklungsbereich, Organisationen des dritten Sektors und gemeinnützige Organisationen, Immobilienentwickler, Investoren sowie Vertreter der Wissenschaft. Die Veranstaltung soll zu einer führenden Plattform für Diskussionen und Innovationen im Bereich des städtischen Wohnungsbaus werden und Lösungen für die großen Herausforderungen des modernen Wohnungswesens fördern.
Das Kongressprogramm konzentriert sich auf fünf Schlüsselthemen: Stadtplanung und Bodenpolitik als Instrumente zur Steigerung des Wohnungsangebots; Wohnungsbauregulierung zur Schaffung von öffentlichem und bezahlbarem Wohnraum; Innovation im Bauwesen als Motor zur Beschleunigung des Wohnungsbaus; Sanierung, Nachrüstung und Umnutzung zur Verbesserung der Qualität sowie Sozialer und bezahlbarer Wohnungsbau zur Förderung eines nachhaltigen Wohnungsbestands; und Finanzierungsmechanismen zur Ermöglichung von Wohnungsbau und Investitionen.
Gipfeltreffen auf höchster Ebene
Darüber hinaus wird HOWS Barcelona eine Reihe hochkarätiger Veranstaltungen ausrichten, die darauf abzielen, den politischen Dialog, die internationale Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch zwischen Städten zu stärken. Diese Initiativen bieten politischen Entscheidungsträgern, Bürgermeistern und Verantwortlichen für die Wohnungspolitik eine Plattform, um bewährte Verfahren auszutauschen, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten und die Zusammenarbeit zwischen den Städten zu fördern.
Im Rahmen des Kongresses finden außerdem das „Housing Mayors Meeting" statt, eine Arbeitssitzung hinter verschlossenen Türen, an der Bürgermeister und hochrangige Vertreter der Wohnungsbaubehörden aus Städten weltweit teilnehmen, sowie der „Housing Mayors Roundtable", eine offene Diskussionsrunde mit Bürgermeistern und führenden Vertretern der Stadtentwicklung aus aller Welt.
Das Forum für Wohnungsbau und Sanierung in Barcelona (FHAR) hat dies in sein Programm aufgenommen. Das Forum, das bisher viermal als eigenständige Veranstaltung stattfand, bietet die Gelegenheit, zentrale Themen wie den Ausbau des Angebots an Sozialwohnungen, die Sanierung des öffentlichen und privaten Wohnungsbestands sowie die Regulierung des Wohnungsmarktes zu erörtern.
HOWS wird von der katalanischen Regierung, dem spanischen Ministerium für Wohnungswesen und Stadtentwicklung sowie der Europäischen Union unterstützt und findet in Zusammenarbeit mit Organisationen und Institutionen statt, darunter der Metropolregion Barcelona (AMB), der Europäischen Investitionsbank (EIB), C40 Cities, UN-Habitat und Metropolis.
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.