Bekanntgabe der Shaw-Preisträger 2026

28.05.2026

HONGKONG, 28. Mai 2026 /PRNewswire/ --

The Shaw Laureates 2026 (from left to right): Ken’ichi Nomoto and Stanford Woosley, The Shaw Prize in Astronomy; Anne Dejean, Hugues de Thé and Zhu Chen, The Shaw Prize in Life Science and Medicine; Emmanuel Candès and Camillo De Lellis, The Shaw Prize in Mathematical Sciences.

Der Shaw-Preis in Astronomie wird zu gleichen Teilen verliehen an

Ken'ichi Nomoto

Emeritierter Professor und leitender Gastwissenschaftler des Kavli-Instituts für Physik und Mathematik des Universums, Universität Tokio, Japan und

Stanford Woosley

Professor für Astronomie und Astrophysik, Universität von Kalifornien, Santa Cruz, USA

für ihre Studien über Sternexplosionen und den Ursprung der Elemente.

Der Shaw-Preis in Biowissenschaften und Medizin wird zu gleichen Teilen verliehen an

Anne Dejean

Emeritierte Professorin, Institut Pasteur, Frankreich

Hugues de Thé

Professor und Lehrstuhl für Zelluläre und Molekulare Onkologie, Collège de France und

Zhu Chen

Professor, Ruijin-Krankenhaus, Medizinische Fakultät, Shanghai Jiao Tong Universität, VRC

für die Entdeckung der molekularen und zellulären Grundlagen der akuten promyelozytären Leukämie und die Entwicklung einer synergistischen zielgerichteten Therapie, die die Krankheit von einer der tödlichsten zu einer der heilbarsten Krebsarten gemacht hat.

Der Shaw-Preis für mathematische Wissenschaften wird zu gleichen Teilen verliehen an

Emmanuel Candès

Der Barnum-Simons-Lehrstuhl für Mathematik und Statistik, Stanford University, USA und

Camillo De Lellis

IBM von Neumann Professor, Fakultät für Mathematik, Institute for Advanced Study, Princeton, USA

für ihre bahnbrechenden Beiträge zum Einsatz tiefgreifender Techniken der mathematischen Analyse, um einerseits angewandte Probleme in der Informationstheorie, der Signalverarbeitung und der Statistik genau zu verstehen und andererseits Singularitäten in der geometrischen Maßtheorie und der Strömungsdynamik zu untersuchen.

Mittwoch, 27. Mai 2026. Auf der heutigen Pressekonferenz in Hongkong gab die Shaw-Preis-Stiftung die Shaw-Preisträger für 2026 bekannt. Die Informationen wurden auf der Website www.shawprize.org um 15:30 Uhr Hongkong-Zeit (07:30 Uhr GMT) veröffentlicht.

Der Shaw-Preis besteht aus vier jährlichen Preisen – Astronomie, Biowissenschaften und Medizin sowie mathematische Wissenschaften –, die seit 2004 verliehen werden, sowie dem neu eingeführten Preis für Informatik, der ab 2027 vergeben wird. Sie sind mit jeweils 1,2 Millionen US-Dollar dotiert. Der Preis wird in diesem Jahr zum dreiundzwanzigsten Mal verliehen, und das Datum der Preisverleihung wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2988489/SP26_PressCon_Banners_260422_Laureates_Photos_ENG_1280_News_with_logo.jpg

Dies ist eine übersetzte Fassung. Zur Gewährleistung der fachlichen Genauigkeit beziehen Sie sich bitte auf die englische Originalfassung.

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Nanostrukturen bis zu einem Quadratmeter: Thüringer Konsortium startet Langfristprojekt

04.05.2026

In Thüringen ist ein großangelegtes Forschungsprojekt zur nächsten Generation der Nanostrukturierung gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickeln gemeinsam eine Hochpräzisionsmaschine, die Nanostrukturen auf Flächen von bis zu einem Quadratmeter erzeugen und vermessen soll. Die geplante 3D-Nanolithographie- und Nanomessmaschine (3D-NLM) soll dabei eine Positionierungsgenauigkeit erreichen, die kleiner ist als ein Atom. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die erste Projektphase bis 2027 im Rahmen des Programms „Neue Geräte für die Forschung“ mit vier Millionen Euro.

Mit dem Vorhaben zielt das Konsortium auf eine Größenordnung, die bestehende Anlagen deutlich übertrifft. Bisher lassen sich hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen nach Angaben der Projektbeteiligten nur bis zu einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern zuverlässig herstellen. Die neue Anlage soll Bearbeitungen und Messungen von Bauteilen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter ermöglichen – und damit eine mehr als dreifache Vergrößerung der nutzbaren Fläche erschließen. Die Entwicklungsarbeiten an der Maschine sind angelaufen; das Gesamtprojekt ist in drei Phasen bis 2032 angelegt.

Nanostrukturen gelten seit rund zwei Jahrzehnten als Schlüsseltechnologie, weil sie Licht gezielt beeinflussen können, indem sie dessen Wellenlänge und Ausbreitung steuern. Solche Strukturen finden sich bereits heute in großflächigen Bauteilen, etwa in Displays moderner Fernsehgeräte, die auf Nanotechnologie basieren. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher reicht die Genauigkeit bestehender industrieller Lösungen jedoch nicht aus, um künftige Anforderungen in zentralen wissenschaftlichen und technologischen Anwendungsfeldern zu erfüllen.

Die in Thüringen entstehende 3D-NLM soll genau diese Lücke adressieren. Perspektivisch könnte die Maschine zur Fertigung und Charakterisierung elektronischer und photonischer Schaltkreise ebenso eingesetzt werden wie zur Herstellung von Hochleistungsoptiken für die Erdbeobachtung. Auch in der Energieforschung sehen die Projektpartner potenzielle Einsatzfelder. Durch die Kombination aus großflächiger Bearbeitung und atomnaher Präzision erhoffen sich die Beteiligten einen technologischen Sprung, der sowohl der Grundlagenforschung als auch der Entwicklung neuer Komponenten in der Optik- und Elektronikindustrie zugutekommen könnte.