Chinas erste moderne Universität feiert 131 Jahre Exzellenz

02.10.2026

TIANJIN, China, 2. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Am 2. Oktober 2026 feiert die Tianjin-Universität (TJU), Chinas erste moderne Universität, ihr 131-jähriges Bestehen. Dieser Meilenstein unterstreicht das beständige Vermächtnis der TJU als unerschütterlicher Wegbereiter für globale Innovation und sozialen Fortschritt, der sich stets mit visionärem Weitblick und tiefem Engagement den drängendsten Herausforderungen der Welt stellt.

Visionäre für eine neue Ära ausbilden

Das 131. Jahr der TJU ist geprägt von einem tiefgreifenden Engagement für die Förderung visionärer Talente. Die Universität hat als federführende Einrichtung der National WorkingGrouponEmerging Engineering Education den „TJU Plan 3.0" vorgestellt, ein zukunftsweisendes Rahmenkonzept für die Ingenieurausbildung, das darauf abzielt, zukunftsfähige Talente heranzubilden.

Im Einklang mit der Entwicklung zukünftiger Branchen hat sich die TJU strategisch in elf Zukunftsfeldern positioniert, darunter künstliche Intelligenz und verkörperte Intelligenz. Darüber hinaus hat die Universität Chinas erste Bachelor-Studiengänge in den Bereichen Gehirn-Computer-Wissenschaft und -Technologie sowie Biofertigung ins Leben gerufen.

Um junge Spitzenwissenschaftler zu fördern, hat die TJU den „U35 Plan" ins Leben gerufen. Diese Initiative ermöglicht herausragenden Forschern unter 35 Jahren einen schnellen Aufstieg zur ordentlichen Professur, erkennt zukünftiges Potenzial an und fördert ein dynamisches, von jungen Menschen geprägtes Forschungsumfeld, in dem brillante Köpfe sich entfalten können.

Vom Labor zur lebensrettenden Wirkung

Das Zusammentreffen von Talenten auf nationaler Ebene, Branchenexperten und führenden Unternehmen hat an der TJU ein robustes Innovationsökosystem geschaffen. Dieses Ökosystem hat bahnbrechende Errungenschaften hervorgebracht. In der Medizintechnik wurde das „Shengong-Shengao"-System als Chinas erstes zugelassenes medizinisches Gerät mit Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI) zur Diagnose kognitiver Beeinträchtigungen anerkannt. Das von einem Team unter der Leitung von Professorin LiuXiuyun entwickelte System verkürzt die Diagnosezeit für Erkrankungen wie Hydrozephalus von mehreren Tagen auf nur 30 Minuten. Darüber hinaus haben mehr als 20 Geräte der „Shengong"-Serie erfolgreich den Weg vom Labor in die klinische Praxis gefunden und bringen Tausenden von Patienten greifbare Vorteile.

Von hochpräzisen Mess- und Energiespeichertechnologien bis hin zu nationalen Plattformen wie der Nationalen Einrichtung für Erdbebensimulationen – der Leitgedanke, „die höchsten wissenschaftlichen Gipfel anzustreben und dabei stets fest in den Bedürfnissen der Praxis verwurzelt zu bleiben", prägt den Campus. Dieses Engagement wurde 2025 gewürdigt, als Forscher der TJU maßgeblich an fünf National ScienceandTechnologyAwards beteiligt waren.

Darüber hinaus wird die akademische Exzellenz der Universität weltweit anerkannt: Drei Fachbereiche – Chemie, Ingenieurwesen und Materialwissenschaften – rangieren laut den Essential ScienceIndicators (ESI) unter den besten 1‱ weltweit.

Mit einem Fokus auf strategische Cluster, einem talentorientierten Ansatz und einem unerschütterlichen Engagement für das Wohlergehen der Menschen feiert die Tianjin-Universität anlässlich ihres 131-jährigen Bestehens nicht nur ihre Vergangenheit – sie gestaltet aktiv eine bessere Zukunft.

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Historischer Machtwechsel in Magdeburg: AfD vor erstmaliger Übernahme des Landtagspräsidiums

08.10.2026

Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.

Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.

Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.

Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.