HAMBURG, Deutschland, 24. September 2026 /PRNewswire/ -- CRRC (SHA: 601766) gab in Sheyang in der Provinz Jiangsu die Fertigstellung seines eigenentwickelten, 110 Meter langen, leistungsstarken und recycelbaren Windturbinenflügels bekannt. Der Flügel wurde für eine effiziente Materialtrennung und -rückgewinnung konzipiert und erreicht eine Rückgewinnungsquote von über 95 % bei wichtigen Rohstoffen. Dieser Meilenstein ist ein bedeutender Schritt in Richtung des Recyclings von extrem großen Windturbinenflügeln im kommerziellen Maßstab und bietet eine Lösung für die Entsorgung von Flügeln am Ende ihrer Lebensdauer.

Chinas Ausbau der erneuerbaren Energien treibt die Nachfrage nach Stilllegung und Entsorgung in die Höhe. In den kommenden Jahren wird erwartet, dass Chinas neue Onshore- und Offshore-Windkraftanlagen eine Leistung von über 470 GW erreichen werden. Dieser rasante Ausbau bringt ein wachsendes Problem mit sich: Da immer mehr Windkraftanlagen das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, wird die Bewältigung der daraus resultierenden Abfälle zu einer großen Herausforderung für das nachhaltige Wachstum der Branche. Branchenschätzungen zufolge werden bis 2030 in China mehr als 30.000 Windkraftanlagen stillgelegt sein, was einer Leistung von 44,73 GW entspricht und 947.900 Tonnen windkraftbezogenen Festmüll verursacht. Die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Materialien aus ausgedienten Rotorblättern ist daher zu einer entscheidenden Herausforderung für die gesamte Branche geworden.

Der Flügel stellt sowohl in Bezug auf die Materialien als auch auf die Recyclingtechnologie einen Durchbruch dar. Er nutzt ein recycelbares Materialsystem, dessen Kern ein hocheffizientes, chemisch ablösbares Infusionsharz bildet. Der Flügel erfüllt nicht nur die hohen Leistungsanforderungen an Festigkeit, Steifigkeit und Ermüdungslebensdauer, sondern nutzt zudem eine reversible chemische Ablösetechnologie, um das Harz effizient von den Verstärkungsfasern zu trennen. Nach der Rückgewinnung können die Materialien – einschließlich Harz und Fasern – in Windkraftanlagen, im Automobilbau, im Infrastrukturbau und in anderen hochwertigen Anwendungen wiederverwendet werden. Damit werden Windradflügel über das traditionelle „Einweg"-Modell hinausgeführt und ermöglichen eine geschlossene Rückgewinnung sowie eine hochwertige Wiederverwendung ihrer Bestandteile.
Das recycelbare Flügelsystem kann Kunden dabei unterstützen, internationale Nachhaltigkeitsziele und Berichtspflichten zu erfüllen, einschließlich derer gemäß der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD). Es eignet sich zudem hervorragend für leistungsstarke Offshore-Windkraftanlagen und vereint Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit. Zusammen stärken diese Vorteile die Position von CRRC bei der Einführung seiner Offshore-Windkraftanlagen auf internationalen Märkten und im Wettbewerb im globalen Sektor der erneuerbaren Energien.
CRRC investiert weiterhin in Kreislauftechnologien für die Windkraftindustrie. Im März 2025 entwickelte das Unternehmen Chinas erstes recycelbares Rotorblatt TMT82 aus duroplastischem Harz. Mithilfe eines innovativen Harzsystems, das auf reversiblen chemischen Bindungen basiert, ermöglicht die Technologie eine effiziente Depolymerisation und Trennung von Harz und Fasern unter Beibehaltung der hohen mechanischen Leistungsfähigkeit herkömmlicher Rotorblätter – und überwindet damit eine wesentliche technische Hürde für die Recyclingfähigkeit von Rotorblattmaterial.
Im April 2025 führte CRRC Chinas erstes mobiles, hocheffizientes und intelligentes Aufbereitungssystem für ausgemusterte Windturbinenflügel ein und schuf damit eine flexibel einsetzbare „intelligente mobile Recyclingfabrik". Das System führt ein Dual-Mode-Verarbeitungsmodell ein, das dezentrale und zentralisierte Abläufe kombiniert. Damit werden die geografischen Einschränkungen herkömmlicher ortsfester Anlagen überwunden, die mit ausgedienten Flügeln verbundenen Herausforderungen beim Transport und bei der Entsorgung verringert und eine Verarbeitung in großem Maßstab ermöglicht. Die Verarbeitungskapazität des Systems übertrifft die geltenden nationalen Standards und etabliert damit einen neuen Ansatz für die groß angelegte Rückgewinnung und Wiederverwendung von duroplastischen Windkraftanlagen-Verbundwerkstoffen.
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Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.
Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.
Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.
Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.