Cumulus Neuroscience präsentiert auf der AAIC-Jahrestagung 2026 Daten, die zeigen, dass eine zweiminütige digitale Aufgabe die klinischen Referenzwerte für die Vorauswahl bei Alzheimer-Studien erreicht oder übertrifft

16.07.2026

In drei unabhängigen Studien ermöglichte die zweiminütige tabletbasierte „Symbol Swap"-Aufgabe der NeuLogiq®-Plattform eine klinisch aussagekräftige Unterscheidung zwischen Kontrollpersonen, Personen mit MCI und Personen mit Alzheimer-Demenz und erkannte durch Blutbiomarker definierte pathologische Veränderungen – auch bei klinisch unauffälligen Personen – mit einer Genauigkeit, die der von ADAS-Cog, MoCA und MMSE entsprach oder darüber lag.

LONDON, 16. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Cumulus Neuroscience (Cumulus; das Unternehmen), ein weltweit tätiges Digital-Health-Unternehmen, das mit besseren Daten klinische Studien in den Neurowissenschaften und die Patientenversorgung voranbringen will, präsentierte heute auf der Alzheimer's Association International Conference 2026 Daten zu seiner digitalen kognitiven Aufgabe Symbol Swap. Das Poster mit dem Titel „A Brief Digital Symbol-Coding Task Outperforms Clinical Benchmarks for Alzheimer's Trial Pre-enrichment" („Eine kurze digitale Symbolkodierungsaufgabe übertrifft klinische Referenzwerte bei der Vorauswahl für Alzheimer-Studien") enthält Zwischenergebnisse zu Symbol Swap – einer zweiminütigen tabletbasierten Umsetzung der klassischen Symbolkodierungsaufgabe (Digit Symbol Substitution Task), mit der exekutive Funktionen gemessen werden – aus einer abgeschlossenen, zu Hause durchgeführten Studie und zwei großen Studien in Studienzentren.

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In drei unabhängigen Studien entsprach oder übertraf die Leistung von Symbol Swap bei der Vorauswahl in nur zwei Minuten die etablierter klinischer kognitiver Screeningtests. Die Aufgabe ermöglichte eine klinisch relevante Unterscheidung zwischen Kontrollpersonen sowie Personen mit MCI oder Alzheimer-Demenz und verringerte dabei die Belastung für Teilnehmer und Studienzentren erheblich. Symbol Swap zeigte deutliche Zusammenhänge mit der durch Biomarker definierten Alzheimer-Pathologie (pTau-217 im Blutplasma), selbst bei klinisch unauffälligen Personen, die bei Standardtests in der Regel gut abschneiden – was darauf hindeutet, dass die Aufgabe Personen erkennen könnte, bei denen ein positiver Amyloid- oder Tau-Befund am wahrscheinlichsten ist, und so die Effizienz nachfolgender Untersuchungen mittels Plasmabiomarkern, PET oder Liquoranalysen verbessern könnte. Digital durchgeführt und automatisch ausgewertet, lässt sich Symbol Swap problemlos in großen multizentrischen Studien sowohl in Studienzentren als auch zu Hause einsetzen und eignet sich damit als vorgeschalteter Filter für die Vorauswahl – vor dem Einsatz von Plasmabiomarkern oder als Grundlage für zusammengesetzte digitale Endpunkte – mit dem Potenzial, die Screening-Ausfallraten zu senken und die Rekrutierung für Alzheimer-Studien zu beschleunigen.

„Es ist bemerkenswert, dass eine zweiminütige, patientenfreundliche Aufgabe mit Untersuchungen mithalten oder diese sogar übertreffen kann, für deren Durchführung eine geschulte medizinische Fachkraft 10 bis 45 Minuten benötigt, und dass sie die Alzheimer-Pathologie sogar bei Studienteilnehmern erkennt, die bei Standardtests kognitiv unauffällig erscheinen", sagte Dr. Brian Murphy, Mitbegründer und wissenschaftlicher Leiter von Cumulus. „Diese Daten bestätigen, dass Symbol Swap ein leistungsfähiges vorgeschaltetes Auswahlinstrument sein könnte, das vor der Untersuchung von Plasmabiomarkern eingesetzt wird oder in einen multimodalen Gesamtwert einfließt. Wir danken allen Studienteilnehmern und Forschungspartnern, die diese wichtigen Erkenntnisse ermöglicht haben."

Symbol Swap wurde in CNS-101 untersucht, der ersten Validierungsstudie ihrer Art, in der bei Patienten mit leichter Alzheimer-Demenz und gesunden Kontrollpersonen zu Hause mithilfe der NeuLogiq-Plattform funktionelle neurophysiologische Parameter gemessen wurden (Vergleich mit ADAS-Cog), sowie in der Fastball-i4i-Studie (Durchführung in Studienzentren; Vergleich mit MoCA) und der Bio-Hermes-002-Studie der Global Alzheimer's Platform (GAP) (20 Studienzentren in den USA, Kanada und Europa; Vergleich mit MMSE). Der pathologische Status in den Studien CNS-101 und Fastball i4i wurde anhand des AlzPath-Assays für phosphoryliertes Tau 217 bestimmt. Die aus der Fastball-i4i-Studie und der BioHermes-2-Studie vorgelegten Daten sind vorläufiger Natur.

„Die Bio-Hermes-002-Studie konzentriert sich auf die Rekrutierung von Teilnehmern mit Gedächtnisproblemen sowie solchen ohne Gedächtnisprobleme, um Bluttests oder digitale Tests zu bewerten, mit denen sich möglicherweise Amyloid-Plaques oder Tau-Fibrillen im Gehirn nachweisen lassen, die charakteristischen pathologischen Merkmale der Alzheimer-Krankheit", sagte Lammert Albers, kaufmännischer Leiter bei GAP. „Die von Cumulus vorgelegten Daten deuten darauf hin, dass digitale Untersuchungsverfahren wie Symbol Swap dazu beitragen können, Personen zu identifizieren, bei denen mit höherer Wahrscheinlichkeit eine zugrunde liegende Alzheimer-Pathologie vorliegt, und eine effizientere Auswahl der Teilnehmer für nachfolgende blutbasierte Biomarkertests unterstützen könnten. Dieser Ansatz besitzt das Potenzial, die Rekrutierungsdauer zu verkürzen und die Screeningkosten zu senken."

Ein zweites Poster mit NeuLogiq-Daten und dem Titel „Multi-domain Digital Endpoints for Decentralized Alzheimer's Trials: Experience from the CNS-101 Study (NeuLogiq®) („Domänenübergreifende digitale Endpunkte für dezentrale Alzheimer-Studien: Erfahrungen aus der CNS-101-Studie") wurde von Dr. James Rowe, Professor für kognitive Neurologie an der Universität Cambridge und leitender Prüfarzt der CNS-101-Studie, vorgestellt. Diese Studie bestätigte, dass die kognitiven und EEG-Untersuchungen der NeuLogiq-Plattform von den Studienteilnehmern gut angenommen wurden und aufgrund ihrer Sensitivität kleinere, effizientere Studien durchgeführt werden könnten.

„Alzheimer-Studien stützen sich seit langem auf Untersuchungsmethoden, die für die Teilnehmer belastend und in großem Maßstab nur schwer umsetzbar sind", sagte Dr. James Rowe, Professor für kognitive Neurologie an der Universität Cambridge und leitender Prüfarzt der CNS-101-Studie. „Im Rahmen der Studie CNS-101 haben wir festgestellt, dass die domänenübergreifenden digitalen kognitiven Messungen und EEG-Messungen der NeuLogiq-Plattform von Menschen mit Alzheimer gut vertragen wurden und sensitiv genug waren, um aussagekräftige Veränderungen zu erfassen. Dank dieser Sensitivität lassen sich kleinere, effizientere Studien konzipieren – bei geringerer Belastung für die Patienten sowie geringerem Zeit- und Kostenaufwand für die Erprobung neuer Therapien."

„Die Rekrutierung geeigneter Teilnehmer für klinische Studien ist derzeit einer der kostspieligsten und frustrierendsten Engpässe bei der Entwicklung von Alzheimer-Medikamenten", sagte Tina Sampath, Geschäftsführerin von Cumulus. „Eine kostengünstige, patientenfreundliche sowie automatisch ausgewertete Aufgabe, die zu Hause oder im Studienzentrum durchgeführt werden kann und erkennen lässt, bei wem ein positiver Biomarkerbefund am wahrscheinlichsten ist, besitzt echtes Potenzial, die Screening-Ausfallraten zu senken sowie die Belastung für Patienten und Studienzentren zu verringern. Die beiden auf der AAIC vorgestellten Poster erzählen eine zusammenhängende Geschichte: Neben dem Potenzial von Symbol Swap für die gezielte Vorauswahl zu Studienbeginn zeigen unsere CNS-101-Daten, dass die domänenübergreifenden kognitiven und EEG-Endpunkte von NeuLogiq gut angenommen werden und sensitiv genug sind, um kleinere, effizientere Studien zu unterstützen. Zusammengenommen eröffnet dies einen Weg, die Kosten und die Dauer jeder Studie, in der diese Instrumente eingesetzt werden, erheblich zu senken."

Cumulus unterstützt seine Industriepartner bei der präzisen Durchführung klinischer ZNS-Studien durch die Fernüberwachung von Patienten über mehrere Funktionsbereiche des Gehirns hinweg. Weitere Informationen finden Sie auf www.cumulusneuro.com.

Informationen zu Cumulus Neuroscience

Cumulus Neuroscience hat sich zur Aufgabe gemacht, die Daten und Erkenntnisse zu gewinnen, die erforderlich sind, um Diagnose sowie Behandlung von Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS) für Millionen Patienten und Betreuungspersonen weltweit zu beschleunigen. Das Unternehmen entwickelt NeuLogiq® weiter, eine KI-basierte, domänenübergreifende Plattform für digitale Biomarker, mit der sich in klinischen Studien der Neurologie und Neuropsychiatrie sowie in der Patientenversorgung bessere und schnellere Entscheidungen treffen lassen. Die Plattform wurde für und gemeinsam mit zehn der weltweit führenden Pharmaunternehmen entwickelt. Sie ermöglicht dezentrale klinische Studien und leistet bereits einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Therapien für Alzheimer, Depressionen und Schizophrenie.

 

 

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.