PEKING, 25. September 2026 /PRNewswire/ -- Internationale Experten und politische Entscheidungsträger trafen sich am 22. September an der Tsinghua-Universität zu einem hochrangigen Seminar über die globale CO₂-Neutralität, um den „2026 Global Carbon Neutrality Annual Progress Report" („Jahresfortschrittsbericht 2026 zur globalen CO₂-Neutralität") vorzustellen, der die Faktoren untersucht, die den Übergang in 198 Ländern und Regionen beschleunigen oder behindern.
Die Veranstaltung war Teil einer Veranstaltungsreihe anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Institute for Carbon Neutrality (ICON) an der Tsinghua-Universität und des sechsten Jahrestags der chinesischen „Dual-Carbon"-Ziele. Dies fiel zudem mit dem Beginn des Zeitraums des 15. Fünfjahresplans in China zusammen.
Das Seminar brachte Perspektiven aus Regierung, Wissenschaft und internationalen Organisationen zum globalen Übergang zusammen. Zu den Rednern gehörten Li Gao, Vizeminister des chinesischen Ministeriums für Ökologie und Umwelt; Zhang Laibin, Vorsitzender des Akademischen Ausschusses der China University of Petroleum (Peking); Zeng Rong, geschäftsführender Vizepräsident der Tsinghua-Universität; sowie Erik Solheim, ehemaliger Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor des UNEP, der eine Videobotschaft übermittelte. Den Vorsitz des Seminars hatte He Kebin, Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften und Dekan des Instituts für CO₂-Neutralität der Tsinghua-Universität.
Wang Can, Professor an der Tsinghua-Universität, stellte den Bericht 2026 vor, der sich auf mehr als 200 Indikatoren stützt, um die Fortschritte auf dem Weg zur CO₂-Neutralität in 198 Ländern und Regionen zu bewerten, die Entwicklung nachzuverfolgen sowie die zugrunde liegenden treibenden Kräfte und Hindernisse des globalen Übergangs zu ermitteln.
Der Bericht nennt mehrere Trends:
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zwar die Technologiekosten sinken und der Einsatz an Fahrt gewinnt, Tempo sowie Umfang des globalen Übergangs jedoch zunehmend davon abhängen, ob sich Finanzierung, Infrastruktur, Märkte und internationale Zusammenarbeit parallel zum technologischen Fortschritt entwickeln können.
Der vollständige Bericht ist über den Global Carbon Neutrality Progress Tracker der Tsinghua-Universität auf www.cntracker.tsinghua.edu.cn verfügbar.
Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.
Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.
Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.
SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.