NANTONG, China,/PRNewswire/ -- Eine 25.000 Tonnen schwere Offshore-Umrichterstation – das Herzstück von Chinas erstem ±500-kV-HVDC-Übertragungsprojekt mit integrierter Land-See-Verbindung und flexibler „ "-Technologie – lief am 7. Juli von Nantong, Provinz Jiangsu, an Bord eines von Shanghai Zhenhua Heavy Industries (ZPMC) gebauten Schwergutschiffs.
Die siebenstöckige Stahlkonstruktion ist 43 Meter hoch (das entspricht einem 15-stöckigen Gebäude), misst 85,5 Meter in der Länge und 82,5 Meter in der Breite, wobei jedes Deck etwa die Fläche eines Standard-Fußballfeldes einnimmt. Die Anlage zählt zu den weltweit bisher leistungsstärksten und größten Offshore-Umrichterstationen.
Die Fahrt wird voraussichtlich etwa eine Woche dauern; die Ankunft erfolgt am Installationsort, der sich etwa 100 Kilometer vor der Küste von Yangjiang in der Provinz Guangdong in tiefen Gewässern befindet. Nach der Inbetriebnahme wird die Station 2 GW Windenergie aus Offshore-Anlagen sammeln und umwandeln und diese über ein ±500-kV-Gleichstrom-Seekabel, das an Gleichstromleitungen an Land angeschlossen ist, weiterleiten – wodurch ein 300 Kilometer langer Energiekorridor vom Offshore-Windpark zum Stromnetz auf dem Festland entsteht.
Nach vollständiger Inbetriebnahme soll das Projekt jährlich rund 6 Milliarden kWh sauberen Strom in die Großraumregion Guangdong-Hongkong-Macau liefern. Dadurch sollen jährlich schätzungsweise 1,74 Millionen Tonnen Standardkohle eingespart und die Kohlendioxidemissionen um 4,63 Millionen Tonnen gesenkt werden.
ZPMC setzte eine innovative Bauweise ein, bei der die gesamte Umrichterstation an Land zusammengebaut, als eine Einheit transportiert und mithilfe der „Float-over"-Technologie vor der Küste installiert wurde. Durch diesen Ansatz konnte der Bauzeitplan verkürzt und gleichzeitig das Risiko bei der Installation auf See verringert werden.
In den letzten Jahren hat sich ZPMC zu einem umfassenden Dienstleister für Offshore-Umspannwerke entwickelt und bietet End-to-End-Lösungen an, die von der Planung über die Fertigung und den Seetransport bis hin zur Installation vor der Küste reichen. Das Unternehmen hat mehrere wegweisende Projekte im Bereich Offshore-Umspannwerke realisiert, darunter Asiens erste und einige der weltweit größten Anlagen, und damit seine Position als wichtiger Akteur in der globalen Lieferkette für Offshore-Windenergie gefestigt.
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.