Sungrow und be.storaged intensivieren Partnerschaft für Batteriespeicherprojekte im Gigawattstunden-Maßstab

20.09.2026

MUNICH und OLDENBURG, 20. September 2026 /PRNewswire/ -- Die be.storaged GmbH und Sungrow Deutschland GmbH haben ein Framework Agreement für die weitere Zusammenarbeit im Bereich großskaliger Batteriespeicherprojekte geschlossen. Mit der Vereinbarung intensivieren beide Unternehmen ihre langjährige Partnerschaft und schaffen die Grundlage für eine noch engere Zusammenarbeit bei der Planung, Entwicklung und Realisierung von Speicherprojekten in Deutschland. Für die kommenden zwei Jahre streben die Partner die gemeinsame Umsetzung von Batteriespeicherprojekten mit einer geplanten Projektpipeline von 1,6 GWh Speicherkapazität an.

Sungrow and be.storaged strengthen partnership for gigawatt-hour-scale battery storage projects

Partnerschaft auf neuer Grundlage

Die Energiewende benötigt leistungsfähige Speicherlösungen, um erneuerbare Energien flexibel nutzbar zu machen. Vor diesem Hintergrund haben be.storaged und Sungrow ihre bestehende Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage gestellt und in einem Framework Agreement die Eckpunkte ihrer zukünftigen Kooperation definiert.

Ziel der Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit entlang der gesamten Projektentwicklung weiter zu intensivieren und dadurch die Umsetzung von Batteriespeicherprojekten effizienter zu gestalten. Dank standardisierter Prozesse, abgestimmter technischer Lösungen und einer frühzeitigen gemeinsamen Planung sollen Projektabläufe beschleunigt sowie Abstimmungs- und Feedbackschleifen reduziert werden.

„Mit diesem Framework Agreement schaffen wir weit mehr als die Grundlage für die Umsetzung einzelner Speicherprojekte", sagt Dr. Magnus Pielke, Geschäftsführer von be.storaged. "Gemeinsam mit Sungrow etablieren wir eine langfristige Partnerschaft, die es uns ermöglicht, Batteriespeicher im Gigawattstunden-Maßstab zu standardisieren und künftig noch schneller in den Markt zu bringen. Die enge Zusammenarbeit versetzt beide Unternehmen in die Lage, früher auf Marktveränderungen und regulatorische Anforderungen zu reagieren. Gleichzeitig schaffen wir strukturierte Feedback-Loops zwischen Projektentwicklung, Anlagenbetrieb und Technologieentwicklung. Erkenntnisse aus Planung, Bau und Betrieb können dadurch unmittelbar in die Weiterentwicklung künftiger Speicherlösungen einfließen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, um den Betrieb wachsender Speicherflotten zu industrialisieren und Synergien im Anlagenmanagement zu heben. Zudem können wir so gemeinsam zusätzliche Geschäftspotenziale entlang der Wertschöpfungskette von Batteriespeichern erschließen und die Ausweitung des Geschäfts auf benachbarte Bereiche umsetzen."

Moritz Rolf, Vice President und Regional Manager DACH, BeneLux, Nordics and Turkey bei Sungrow Europe: „Die langjährige Zusammenarbeit mit be.storaged ist geprägt von Vertrauen, technischem Know-how und einem gemeinsamen Verständnis für die technischen Anforderungen des deutschen Speichermarktes. Mit dem Framework Agreement schaffen wir die Basis, um zukünftige Projekte noch enger zu begleiten, innovative Speichertechnologien effizient in den Markt zu bringen und die Energiewende in Deutschland zu stärken."

Gebündelte Kompetenzen für effiziente Projekte

Als spezialisierter EPC-Dienstleister verantwortet be.storaged die Entwicklung, Planung, Beschaffung, Errichtung und Inbetriebnahme von Batteriespeicherprojekten sowie deren operative Begleitung. Sungrow bringt als international führender Anbieter von Batteriespeichersystemen, Leistungselektronik und zugehörigen Servicelösungen seine Technologie- und Fertigungskompetenz in die Partnerschaft ein.

Kunden profitieren von der langjährigen Erfahrung beider Unternehmen sowie von einer hohen Verlässlichkeit bei der Planung und Umsetzung zukünftiger Speicherprojekte. Die strukturierte Zusammenarbeit schafft darüber hinaus die Grundlage für eine stärkere Standardisierung von Projekten und ermöglicht eine noch engere technische Abstimmung bereits in frühen Projektphasen.

Technologie und Standardisierung im Fokus

Ein weiterer Bestandteil der Zusammenarbeit ist die Weiterentwicklung der eingesetzten Speichertechnologie. Perspektivisch wird Sungrow künftig verstärkt auf seinen neuen Großbatteriespeicher PowerTitan 3.0 setzen. Dieser integriert in einem 20–Fuß–Container ein 1,78–MW–PCS mit 7,14 MWh Batteriekapazität und erreicht dabei bis zu 28,5 MWh. Das Framework Agreement schafft den organisatorischen und technischen Rahmen, um technologische Innovationen frühzeitig in gemeinsame Projekte zu integrieren. 

1,6 GWh für mehr Flexibilität im Stromsystem

Mit einem geplanten Gesamtvolumen von bis zu 1,6 GWh leisten die gemeinsamen Batteriespeicherprojekte einen wichtigen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energien und zur Bereitstellung von Flexibilität im Stromsystem. Batteriespeicher übernehmen dabei eine zentrale Rolle beim Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch und unterstützen eine sichere und effiziente Energieversorgung.

Corinna Petznik, Supplier Management, be.storaged: „Das Framework Agreement schafft für beide Seiten klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit. Durch standardisierte technische Lösungen, definierte Prozesse und eine frühzeitige Abstimmung können wir Abstimmungsaufwände reduzieren, Feedbackschleifen verkürzen und Projekte effizienter umsetzen. Davon profitieren nicht nur die Projektteams, sondern auch unsere Kunden, die auf Verlässlichkeit, Qualität und Geschwindigkeit bei der Realisierung ihrer Speicherprojekte angewiesen sind."

Logo

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/sungrow-und-bestoraged-intensivieren-partnerschaft-fur-batteriespeicherprojekte-im-gigawattstunden-maWstab-302883898.html

Other news

Wissenschaftspakt zahlt sich aus: Rhein-Main- und Ruhr-Verbund rücken auf

08.10.2026

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.

Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.

Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.