BOLOGNA, Italien, 15. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Aliplast (Hera-Gruppe) baut seine Führungsposition im Bereich des Recyclings hochwertiger Kunststoffe weiter aus, dank der verbindlichen Vereinbarung, die seine polnische Tochtergesellschaft Aliplast Polska unterzeichnet hat, um 70 % von Kronos Polymer Polska zu erwerben, einem neuen Unternehmen, das durch Ausgliederung aus Kronos Polymer entstehen wird, einem polnischen Anbieter, der im Recycling und in der Verarbeitung von Polyethylen (PE) tätig ist.
Kronos Polymer ist an einem neu errichteten Industriestandort in Gniew (Pommern, Polen) tätig, etwa 300 Kilometer von der Niederlassung von Aliplast Polska in Tuszyn entfernt. Die an der Transaktion beteiligte neue Gesellschaft erhält ein Werk, das mit einer kompletten Anlage zur Sortierung, Zerkleinerung und Reinigung von Polyethylen ausgestattet ist und über eine installierte Produktionskapazität von 12.000 Tonnen pro Jahr verfügt. Dadurch kann Aliplast schrittweise auch auf dem lokalen Markt expandieren und das Recycling sowie die Aufbereitung direkt vor Ort durchführen, wodurch die Abläufe und die Logistik optimiert werden.
Dank dieser Transaktion und weiterer derzeit laufender Projekte in Italien – wie beispielsweise der Recyclinganlage für Hartkunststoffe in Modena und der neuen PE-LD-Recyclinganlage in Borgolavezzaro (Novara) – werden die bereits innerhalb der Gruppe bestehenden industriellen Synergien weiter gestärkt, und Aliplast wird in der Lage sein, seine Flexibilität im Recyclingbereich zu erhöhen und seine Kapazität auf über 210.000 Tonnen pro Jahr zu verdoppeln.
Aliplast setzt den Kurs fort, der das Unternehmen in den letzten Jahren geprägt hat: Ausbau der Produktionskapazitäten, auch auf ausländischen Märkten; eine zunehmende Fokussierung auf die Qualität und Rückverfolgbarkeit von Recyclingmaterial; sowie gezieltes Fachwissen, um konkret auf die Bedürfnisse des europäischen Marktes einzugehen und dabei auch die bereits gefestigte Präsenz in Ländern wie Frankreich und Spanien zu nutzen. Diese Maßnahmen sind umso strategischer, insbesondere in einer Zeit wie der jetzigen, in der die PPWR-Verordnung neue europäische Vorschriften für die Gestaltung, Herstellung und Bewirtschaftung von Verpackungsabfällen eingeführt hat, mit dem Ziel, die Umweltbelastung zu verringern und die Kreislaufwirtschaft zu fördern, was eine Überprüfung der gesamten Verpackungslieferkette, auch unter strukturellen Gesichtspunkten, unerlässlich macht.
Für ein Unternehmen wie Kronos Polymer, das tief in Polen verwurzelt ist, stellt die Partnerschaft mit Aliplast eine große Chance dar, seine industrielle Erfahrung und sein hochentwickeltes Know-how weiter auszubauen.
Der Erwerb von 70 % an Kronos Polymer Polska durch Aliplast Polska unterliegt bestimmten üblichen aufschiebenden Bedingungen (einschließlich des Abschlusses der Ausgliederung und der Übertragung der Umweltgenehmigungen), deren Erfüllung im Hinblick auf den Abschluss der Transaktion bis Ende 2026 erwartet wird.
„Diese Transaktion wird es uns ermöglichen, die Produktionskapazitäten von Aliplast weiter auszubauen – ganz im Sinne der Strategie der Hera-Gruppe, die die Wiederverwertung von Ressourcen als eine ihrer tragenden Säulen betrachtet", erklärte Michele Petrone, CEO von Aliplast. „Die Einleitung des Prozesses, der zum Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der neuen Gesellschaft Kronos Polymer Polska führen wird, steht zudem im Einklang mit dem Geschäftsplan der Muttergesellschaft, der ein kontinuierliches Wachstum in der Wertschöpfungskette der Abfallwirtschaft durch die Ausweitung der Referenzmärkte vorsieht. Durch den Ausbau unserer Präsenz in Polen, wo die Aliplast-Niederlassung bereits seit einiger Zeit tätig ist, werden wir in der Lage sein, vom vielversprechenden Nachfragewachstum bei recyceltem Kunststoff in diesem Land zu profitieren."
Kontakt:
Rita D'Andrea
rita.dandrea@gruppohera.it
+393201415025
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.