SHANGHAI, 17. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Die Ausstellung des Shanghai-Museums „On Top of the World Tree: „Ancient Civilizations of the Americas" ist nun offiziell für die Öffentlichkeit zugänglich. Als größte Ausstellung, die jemals den alten Zivilisationen Amerikas gewidmet wurde, vereint sie 1.129 Objektgruppen mit fast 3.000 Exponaten aus führenden Museen und Kulturinstitutionen in Mexiko, Peru und China. Die Ausstellung wird gemeinsam vom Shanghai-Museum, dem Kultursekretariat der mexikanischen Regierung, dem INAH und dem peruanischen Kulturministerium organisiert und ist um den Weltbaum herum aufgebaut, das zentrale kosmologische Konzept, das vielen alten amerikanischen Zivilisationen gemeinsam ist. Sie umfasst fast drei Jahrtausende Geschichte und bietet einen umfassenden Überblick über die Zivilisationen des alten Amerikas. Zu diesen bemerkenswerten Schätzen aus Amerika gesellen sich außergewöhnliche Werke aus Museumssammlungen in sieben Provinzen Chinas.
Während der Ausstellung verwandelt sich das Shanghai-Museum am Volksplatz unter dem symbolischen Blätterdach des Weltbaums in eine immersive Umgebung, die vom alten Amerika inspiriert ist. Unter Verwendung visueller Motive wie Mais, Jaguare, gefiederte Schlangen und Pyramiden wird das Museum zu einer Kulturlandschaft, die an die ausgestellten Zivilisationen erinnert. Die Ausstellung erstreckt sich über eine Ausstellungsfläche von mehr als 7.000 m² und geht über eine herkömmliche chronologische Darstellung hinaus, indem sie Objekte in ihren historischen und kulturellen Kontext einordnet, um die Verbindungen zwischen verschiedenen Zivilisationen aufzuzeigen. Hochrealistische Rekonstruktionen werden mit Multimedia-Installationen kombiniert, um immersive Erlebnisse zu schaffen, darunter Multimedia-Projektionen, immersive Umgebungen und partizipative Installationen, die von rituellen Praktiken, sakraler Architektur, Mythologie und einem zeremoniellen Ballspiel inspiriert sind. Gemeinsam präsentieren diese Installationen sowohl die technischen Errungenschaften als auch die spirituellen Welten der alten mesoamerikanischen Zivilisationen und übersetzen das Konzept eines „vertikalen Kosmos" in ein immersives Raumerlebnis, in dem Archäologie und Mythologie zusammenfließen.
Die Ausstellung erstreckt sich über die Galerien hinaus auf 10.000 m² immersiver Erlebnisse und bietet den Besuchern weit mehr als nur ein visuelles Spektakel. Diese Reise durch alte Zivilisationen spricht alle Sinne an. Vom Maisfeld vor dem Volksplatz bis zum hoch aufragenden Weltbaum, der sich durch das zentrale Atrium des Museums erhebt, tauchen die Besucher beim Übergang vom Außen- zum Innenbereich nach und nach in die Welt des alten Amerikas ein. Sehen, Riechen und Schmecken werden Teil des Erlebnisses. Das Shanghai-Museum präsentiert zudem ein ganzheitliches Kulturerlebnis, das Sonderausstellungen, Kulturprodukte, Gastronomie, gesellschaftliche Aktivitäten und Live-Aufführungen miteinander verbindet, sodass jeder Besucher die Art und Weise entdecken kann, die ihm am meisten zusagt, die Ausstellung zu erleben.
Das Shanghai-Museum hat sich mit Institutionen wie dem Shanghai-Zoo, dem Shanghai Expo Culture Park und dem Chenshan National Botanical Garden zusammengeschlossen und verfolgt dabei einen integrierten, mehrdimensionalen kuratorischen Ansatz, der das Zusammenspiel von „Antiquitäten, historischen Persönlichkeiten, Tieren, Pflanzen und Lebensmitteln" in einem stadtweiten Kooperationsprogramm umfasst, das vom Konzept des Weltbaums inspiriert ist. Durch diese institutionenübergreifenden Partnerschaften reicht die Ausstellung über das Museum hinaus und schafft ein mehrdimensionales kulturelles Erlebnis in ganz Shanghai. Das Shanghai-Museum hat zudem ein umfassendes „Land–Meer–Luft"-Modell etabliert, das sektorübergreifende Ticketpakete umfasst, um die Zugänglichkeit und die Einbindung des Publikums zu verbessern. Über das Museum hinaus wurden thematische, immersive Erlebnisbereiche geschaffen, die eine tiefere Verflechtung zwischen der Ausstellung und dem städtischen Leben fördern. Begleitend zur Ausstellung wird das Shanghai-Museum über 3.000 von der Ausstellung inspirierte Kulturprodukte vorstellen, ergänzt durch Museumsnächte, multifunktionale Freizeitbereiche, immersive VR-Erlebnisse, spezielle Gastronomie- und Entspannungsbereiche sowie ein breites Spektrum an Bildungsprogrammen und Vermittlungsangeboten. Während der Ausstellungsdauer werden themenbezogene U-Bahn-Züge, Busse, Sightseeing-Busse und Kreuzfahrten auf dem Huangpu-Fluss die Präsenz der Ausstellung in der ganzen Stadt weiter ausbauen und die Atmosphäre der alten Zivilisationen Amerikas nach Shanghai bringen.
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Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.
Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.
Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.