Unseenlabs kündigt seine zweite Satellitengeneration zur RF-Erfassung an, die speziell für die Lageerfassung in mehreren Einsatzbereichen (Multi-Domain Awareness) entwickelt wurde

08.07.2026

RENNES, Frankreich, 8. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Unseenlabs kündigt den Start seiner neuen Satellitengeneration (Gen 2) an und erweitert damit seine weltraumgestützten Fähigkeiten zur Funkfrequenz-Erfassung (RF): von der gezielten Überwachung des maritimen Raums hin zu einer umfassenderen Multi-Domain-Überwachung, die den maritimen, terrestrischen und weltraumbasierten Bereich abdeckt. Diese neue Generation erweitert die Fähigkeit von Unseenlabs, verwertbare Daten und nachrichtendienstliche Erkenntnisse bereitzustellen und Kunden weltweit dabei zu unterstützen, in zunehmend komplexen operativen und geopolitischen Umfeldern fundierte Entscheidungen zu treffen.

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BRO-31 wurde vom deutschen Integrator Exolaunch integriert und im Rahmen der Rideshare-Mission Transporter-17 an Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien, USA, aus gestartet.

Dieser erste Satellit der zweiten Generation (BRO-31) baut auf fast 10 Jahren Betriebserfahrung auf. Er stellt einen technologischen und industriellen Meilenstein für Unseenlabs dar, da damit der Übergang von 15 kg schweren Nanosatelliten zu 150 kg schweren Mikrosatelliten vollzogen wird. Gen 2 basiert weiterhin auf der Monosatelliten-Technologie des Unternehmens, bei der jeder Satellit unabhängig operiert. Dies ist ein einzigartiger Ansatz für die weltraumgestützte HF-Erkennung.

Die Konstellation von Unseenlabs vereint nun zwei unterschiedliche Satellitengenerationen:

  • Gen 1: fokussierte Lageerfassung im maritimen Bereich
  • Gen 2: umfassendere Lageerfassung in mehreren Bereichen – auf See, an Land und im Weltraum

„Unsere Satelliten der zweiten Generation erweitern sowohl die Breite als auch die Tiefe unserer HF-Erfassungsfähigkeiten erheblich", sagte Clément Galic, Mitbegründer und CEO von Unseenlabs. „Dies ermöglicht die Erfassung, Geolokalisierung und Charakterisierung eines breiteren Spektrums von Aktivitäten in den Bereichen See, Land und Weltraum. Dies eröffnet neue strategische Anwendungsfälle und stärkt gleichzeitig unsere Fähigkeit, unsere Kunden in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Verteidigung zu unterstützen."

Die Satelliten der zweiten Generation bieten die Möglichkeit, ein breiteres Frequenzspektrum zu erfassen, darunter die L-, S-, C-, X- und Ku-Bänder, und ermöglichen damit Anwendungsfälle für HF-Aufklärung mit doppeltem Verwendungszweck sowohl im zivilen als auch im Verteidigungsbereich. Beispiele für Anwendungsfälle sind eine verbesserte maritime Überwachung, die Überwachung von Frequenzspektrum und Interferenzen sowie die Überwachung von Verteidigungssystemen.

Diese erweiterten Fähigkeiten stärken die Kompetenz von Unseenlabs bei der Erkennung, Geolokalisierung, Charakterisierung und Identifizierung von HF-Aktivitäten in den Bereichen See, Land und Weltraum.

Informationen zu Unseenlabs:

Unseenlabs wurde 2015 gegründet und ist ein Pionier und weltweit führender Anbieter von weltraumgestützten kommerziellen HF-Diensten für die Multi-Domain-Überwachung. Das Unternehmen betreibt 23 Satelliten und baut seine Konstellation kontinuierlich aus. Das Unternehmen mit Sitz in Frankreich und rund 140 Mitarbeitern, einer Niederlassung in Singapur und einem Team in den USA betreibt weltraumgestützte HF-Erkennungskapazitäten zur Überwachung von See-, Land- und Weltraumbereichen. Zu seinen Kunden zählen Regierungen, öffentliche Einrichtungen und private Akteure weltweit.

Kontakt:

Gaël P.

Communications Officer | gael.prigent@unseenlabs.fr

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Medizin-Chips treiben Silicon Saxony in neue Wachstumsphase

15.06.2026

Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.

In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.

Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.